... auch auf dem Schultisch wurde gespielt... auch auf dem Schultisch wurde gespieltUnsere Tischtennis-Werbeaktion in den 3., 4. und 5. Klassen auf der Margarethenhöhe und in Holsterhausen war ein voller Erfolg

Wer heute Kinder und Jugendliche für seinen Sport begeistern will, der muss schon etwas tun und aktiv werben. Nur eine Halle aufzuschließen und ein paar Platten reinzuschieben, das lockt keinen Jungen und kein Mädchen mehr zum Tischtennis. Dabei spielen viele Kinder unseren wunderbaren Sport auch ohne Verein. Da muss doch was zu machen sein, dachten wir uns.


Manchmal hat es eben auch Vorteile, dass der Redaktionsalltag bei der NRZ morgens noch ruht. Ein Telefonat mit dem Direktor des Viktoria-Gymnasiums, und Jon und Ernesto, die in das Werbe-Konzept fest eingebunden waren, hatten die Freigabe in der Tasche für die Werbeaktion.

Wie sah unser Konzept aus? Wir suchten uns gezielt die 3. und 4. Klassen der Grundschulen im Umfeld der Waldlehne aus, in den weiterführenden Schulen stürzten wir uns auf den 5. Jahrgang. Sehr viel älter als 12 und sehr viel jünger als 10 sollten die Schüler nicht sein. Wie sah die Stunde aus? Erst gab es eine kurze, kleine, spannende Einführung in das Thema, dann zeigten wir den Kindern, wie einfach es ist, Tischtennis zu spielen ohne Platte und mit Frühstücksbrettchen, Bratpfannen oder ähnlichem Schlagzeug, und dass man eigentlich nur einen x-beliebigen Tisch braucht. Das war natürlich lustig, und ein paar Kinder durften sich auch probieren. Dann ging es an die Platten und hier zeigten Jon und Ernesto, wie Tischtennis nach 5 Jahren intensiven Trainings aussehen kann. Für den Show-Kampf gab es immer wieder Applaus. Und zum Ende spielten wir mit der ganzen Klasse Rundlauf, bevor es zum Abschied unsere Tusem-Werbezettel und für die Mädchen kleine Kalender vom Verband gab (Danke, Hans!). Schüler und Lehrer waren jedes mal begeistert, wir können uns vor Nachfragen kaum retten und haben den Schulen versprochen, nach den Ferien wieder zu kommen.

Das Resultat ist auch so wirklich erfreulich: Wir haben sämtliche 3. und 4. Klassen der Grundschule an der Waldlehne besucht, ebenso an der Cranach-Grundschule in Holsterhausen. An der Gesamtschule Holsterhausen waren wir in drei 5. Klassen, am BMV in einer 5. Klasse, wo uns noch Ulrike als BMV-Schülerin unterstützte. Die Gesamtschule und das BMV wollen uns wiedersehen, an der Bardeleben-Grundschule müssen wir noch die Frage mit den TT-Platten klären. An der BMV führte unser Auftritt zu einem Artikel auf der homepage des Gymnasiums. Zwei Schulen möchten eine Fortbildung für ihr Kollegium mit uns organisieren. An der Waldlehne wurde uns eine TT-AG im Rahmen des Ganztages angeboten, die Salomon und Felix jeden Freitag führen. Das ist einfach klasse. Hier, wie auch in den  übrigen Trainingsstunden hat der Zulauf deutlich zugenommen. Die Hallen sind wieder voll, und wir hoffen, dass einige Kinder auch wirklich Tischtennis als ihren Sport erkennen und wir neue Nachwuchsspieler gewinnen. Unser Trainerstab hat das schon im Auge. 

Die Aktion zeigt aber auch, dass wir mit unserem Sport begeistern können. Das größte Problem ist eigentlich die Zeit: Von acht bis zehn hat nicht jede Schule eine freie Turnhalle, und danach muss ich dann auch mal in die Redaktion. Und weil Jon und Ernesto in der Q1 jede Menge Klausuren schreiben, mussten wir immer wieder Termine verlegen, bei allem Verständnis ihrer Lehrer, die in der Regel ihr soziales Engagement sehr positiv bewerten und unterstützen. Das Feedback aus den Schulen ist ebenfalls hervorragend, das kann man nicht anders sagen. Tusem ist in dieser Stadt ein etablierter Sportverein, der einen guten Ruf genießt, von dem wir spürbar profitieren. Man vertraut uns und man traut uns zu, gute Arbeit im Nachwuchsbereich abzuliefern.

Versprochen, wir machen weiter, wir feilen weiter an unserem Konzept, wir bleiben da dran, um ein paar positiv Bekloppte für Tusem-Tischtennis zu gewinnen.

Hans-Karl Reintjens

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